Planung & Heizbedarf
Richtig dimensionieren mit Praxiswerten aus 20 Jahren – standortgenau und ohne Datenübertragung.
Warum diese Berechnung von Normberechnungen abweicht
Übliche Heizlast- und Verbrauchsberechnungen der Haustechnik sind auf konvektive Systeme zugeschnitten – Kessel, Radiatoren, Wärmepumpe. Sie rechnen über Heizgradtage und unterstellen, dass die Raumluft durchgehend auf Solltemperatur gehalten wird.
Eine Infrarotheizung arbeitet anders: Sie erwärmt Flächen und Personen direkt durch Strahlung. Behaglichkeit stellt sich dadurch schon bei niedrigerer Lufttemperatur ein, und die Geräte laufen nicht durchgehend. Rechnet man den Verbrauch streng nach der Normformel über Heizgradtage, kommt für Wien rund das Dreifache dessen heraus, was Infrarotheizungen in der Praxis verbrauchen. Die Normen bilden diese Betriebsweise schlicht nicht ab.
Der Rechner verwendet deshalb Betriebsstunden je Tagestyp aus Erfahrungswerten statt der Normformel. Die Anzahl der Heiztage stammt – wo verfügbar – aus den amtlichen Klimadaten Ihrer Region, sonst aus der Seehöhe.

Woher die Erfahrungswerte stammen
PS-europe produziert seit über 20 Jahren Infrarotheizungen und berechnet Objekte – vom einzelnen Raum bis zum vollständig beheizten Gebäude. Was hier gerechnet wird, beruht auf zwei Jahrzehnten ausgeführter Anlagen und deren tatsächlichem Verbrauch. In dieser Zeit gab es keine Reklamation wegen einer falsch berechneten Anlage oder abweichender Verbrauchswerte.
Warum wir bewusst konservativ auslegen
Unsere Auslegung war stets eher konservativ – also mit Reserve statt an der Grenze. Das hat einen praktischen Grund: Ein ausreichend dimensioniertes Gerät bringt den Raum zügig auf Temperatur und schaltet danach wieder ab. Ein zu knapp gewähltes Gerät läuft dagegen dauerhaft und erreicht die gewünschte Behaglichkeit oft gar nicht.
Genau hier setzt die TD-Serie an: gleiche Gerätegröße, aber höhere Nennleistung – der Raum ist schneller warm, die Laufzeiten sinken, und bei eingestellter Oberflächentemperatur von 100 °C liegt der Verbrauch erfahrungsgemäß rund 20 % unter der Standard-Serie.
Sicherheitsfaktor Netzspannung
Infrarotheizungen sind Widerstandsheizungen. Die angegebene Nennleistung gilt exakt bei 230 Volt – bei dieser Spannung werden alle Geräte geprüft. Liegt die tatsächliche Netzspannung darunter, sinkt die abgegebene Leistung überproportional: Sie fällt mit dem Quadrat des Spannungsverhältnisses.
- bei 226 V rund 3,4 % weniger Leistung
- bei 225 V etwa 4,3 %
- bei 220 V bereits rund 8,5 %
- Die Norm EN 50160 lässt ±10 % zu (207–253 V) – im ungünstigsten zulässigen Fall fehlen fast 19 % der Nennleistung.
Aus diesem Grund enthält unsere Auslegung einen Sicherheitsfaktor: Die vorgeschlagenen Geräte haben Reserve, damit die gewünschte Raumtemperatur auch dann sicher erreicht wird, wenn die Netzspannung am Objekt unter dem Nennwert liegt.
Regelung ist Pflicht – und nicht Teil der Auswertung
Für elektrische Einzelraumheizgeräte gilt in der EU die Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1103, in Kraft seit 19. April 2024, mit Anforderungen ab 1. Juli 2025; sie hat die frühere Verordnung (EU) 2015/1188 abgelöst. Kern: Jedes Gerät braucht eine geeignete Raumtemperaturregelung – eine bloße Ein-/Aus-Schaltung genügt nicht. In der Praxis heißt das: je Raum ein Thermostat mit Wochenprogramm und Tag-/Nachtabsenkung.
Je genauer die Regelung, desto weniger Energie. Untersuchungen zu Einzelraumregelungen zeigen Einsparungen in der Größenordnung von rund 10 bis 25 % – diese Werte stammen überwiegend von wassergeführten Anlagen; die Größenordnung ist übertragbar, ein infrarotspezifischer Messwert ist es nicht. Die Auswertung des Rechners enthält ausschließlich die Heizgeräte; Thermostate, Empfänger und Verkabelung sind darin weder ausgelegt noch bepreist.
Die Oberflächen im Raum entscheiden mit
Strahlungswärme wird von den Oberflächen aufgenommen, gespeichert und wieder abgegeben. Mineralische, schwere Oberflächen – Putz, Gipskarton, Stein, Estrich, Ziegel – nehmen die Strahlung gut auf und halten sie. Der Raum bleibt gleichmäßiger warm, die Heizung muss seltener nachlegen. Leichte, glatte oder stark reflektierende Oberflächen speichern kaum, dort schwankt die Temperatur stärker.
Warum Fensterflächen ungünstig sind
Je Quadratmeter Fensterfläche steigt die berechnete Heizlast um 1,45 %. Der Grund ist nicht, dass die Wärmestrahlung durch das Glas nach außen entweicht – für die langwellige Strahlung einer Infrarotheizung (etwa 8 bis 10 µm) ist Fensterglas praktisch undurchlässig; bereits die erste Scheibe hält sie zurück. Entscheidend ist: Das Glas nimmt die Strahlung auf und erwärmt sich. Da eine Verglasung deutlich schlechter dämmt als eine Außenwand, fließt genau diese Wärme rascher nach außen ab. Zusätzlich strahlt die kühlere Glasfläche Wärme von den Personen im Raum weg. Eine hochwertige Verglasung mildert beides, hebt es aber nicht auf.
Ihr Vorteil zu Hause
- In Minuten selbst herausfinden, welche Heizung in welchen Raum passt.
- Realistische Praxiswerte statt theoretischer Norm.
- Keine Datenweitergabe – Berechnung bleibt im Browser.
Ihr Vorteil in Beratung & Verkauf
- Elektriker-Modus mit Kommission und Angebots-PDF.
- Nachvollziehbare Auslegung als Angebotsgrundlage.
- Automatische Geräteaufteilung spart Planungszeit.
Fachlich geprüft · Quellen: PS-europe Produktkatalog 02/2024 und Infotext des Heizlastrechners · Stand: 07/2026. Keine unbelegten Einspar- oder Verbrauchsversprechen.
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